Auf und davon – Fernweh !

Fernweh

Auf und davon – Fernweh !

Wir müssen es doch alle tun. Morgens aufstehen, duschen, Zähneputzen und ab in die Arbeit. Hier unterscheiden wir uns nicht großartig voneinander. In der Arbeit selbst schon eher – die einen lieben ihren Job und lieben die Tätigkeiten, die sie tun. Andere hingegen sind leider unzufrieden und fühlen sich unwohl. Doch bei einem sind wir wieder gleich: Irgendwann braucht jede/r, egal wie sehr man die Arbeit liebt, eine Auszeit. Und je seltener man eine Auszeit genießen kann, umso mehr bekommt man das Bedürfnis danach. Umso mehr bekommt man „Fernweh“. 

 

Es ist mit Sicherheit ein ungutes Gefühl.

Egal wie wohl man sich zu Hause, in der Arbeit oder in seinem Alltag fühlt – hin und wieder schleicht sich das Gefühl ein, dass etwas fehlt. Vor allem in einer Zeit wie heute. 

Durch Soziale Medien wie Facebook, Instagram, YouTube und Co. steht man nun im direkten Vergleich mit anderen Menschen, Freunden und Familienmitgliedern. Man sieht genau wer, wann und wo unterwegs ist und wie gut es ihm/ihr dort geht. Rund um die Uhr wird einem vorgezeigt, wie schön es doch ist, nicht in der Arbeit, nicht zu Hause und nicht gestresst zu sein. Und so wächst das Bedürfnis noch stärker, woanders zu sein. Man entwickelt schlicht und einfach Neid. So negativ es auch ist, Neid zu entwickeln – ich verstehe das absolut. Man möchte das auch. Man möchte auch endlich am Flughafen sitzen und den Geruch von Kerosin einatmen. Man möchte auch endlich ausschlafen und auf einmal einen Ausblick genießen, den man sich nur in den schönsten Träumen ausmalen konnte. Man möchte doch auch endlich einmal diese eine Aktivität tun, nach der man sich das ganze Leben gesehnt hat, sich aber nie getraut hat. 

 

Je seltener man rauskommt, desto stärker wird dieser „Neid“.

Wenn man unzufrieden ist, kann der Neid leider auch innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis steigen. Da sitzt man im Büro, oder in der Arbeit und plötzlich poppt eine Benachrichtigung von der Familien-WhatsApp-Gruppe auf. Wunderbare Bilder von Stränden, Sonnenuntergängen und gutem Essen. All das, was man jetzt selbst so dringend bräuchte. Vor allem in der Sommerzeit. Ja, auch hier bei uns ist das Wetter schön und es ist warm, aber es ist immer noch alles beim Alten. Immer noch dieselben Straßen und Häuser – Tag für Tag. Immer noch der selbe Arbeitsablauf. Einige Baustellen bringen zwar Veränderung, aber nicht unbedingt positive. Man hat also einen fixen Tagesablauf, der wenig Chancen auf Veränderung bringt und je mehr man wieder darüber nachdenkt, desto schwieriger wird es konzentriert bei der Arbeit zu sein. Man ist einfach unrund. Man fühlt sich unwohl und fehl am Platz. 

 

Erst wenn man etwas vermisst, weiß man was man hatte.

Wie soll man sonst Heimweh bekommen? Die meisten fühlen sich sehr wohl zu Hause, das hoffe ich zumindest. So wohl man sich auch fühlt, so wichtig ist es auch manchmal Abstand zu gewinnen. So lernt man das, was man hat, zu schätzen, zu lieben und zu vermissen. „Ich will endlich nach Hause! Ich vermisse meine Couch, mein Bett, meine Küche.“ Solche Sätze nur in der Arbeitszeit oder an langen Außendiensttagen zu sagen, zeigt, dass du eindeutig bereit für Urlaub bist. Denn wann vermisst man wirklich seine Couch am meisten bzw. lernt sie wertzuschätzen? Im Bürosessel, oder auf einem Feldbett irgendwo in Nepal? Wo vermisst man sein Bett am meisten? Während man im Auto sitzt, oder doch eher, wenn man sich vor den, ein wenig verdreckten, Bettlacken in Brasilien graust? Und wo vermisst man seine Küche am meisten, auch wenn man nicht der begabteste und begeistertste Koch aller Zeiten ist? In der Kantine, oder doch eher in einer kleinen Kneipe, welche die einzige ihrer Art in einem Umkreis mehrerer Meilen im tiefsten Festland Kanadas ist, in der es mehr nach Urin riecht als leckeren Nudeln mit Tomatensoße? Wir alle kennen die „richtige“ Antwort, oder? 

 

 

Fernweh ist zwar keine offizielle Krankheit, fühlt sich aber schon recht ähnlich an. Unwohlsein und der Neid auf andere gehen Hand in Hand und bestärken sich gegenseitig auch noch, deshalb sollte man beiden so schnell wie möglich entgegenwirken. Richtige Medizin dagegen gibt es zwar keine, aber man kann sich schon denken, auf was dieser Blogartikel hinaus möchte: Nimm dir Urlaub! Nimm dir frei. Nimm dir eine Auszeit und verschwinde. Es muss nicht gleich eine Reise sein, die dich mit einem 12-Stunden Flug in eine andere Zeitzone katapultiert, es reicht schon ein kleiner Trip. Natürlich, je weiter man weg ist und je verschiedener die Kulturen, desto stärker wirkt die Reise als Medizin (traue ich mich jetzt so zu behaupten), aber es geht auch anders. Ein Städtetrip in eine 2-3 Stunden entfernte Stadt, oder auch „nur“ ein Besuch am nächsten See oder im Abenteuerparadies bewirken schon Wunder.  

 

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