DREI WOCHEN HAWAII – TEIL 2

DREI WOCHEN HAWAII – TEIL 2

Zwischen Wasserfällen, weißen und schwarzen Sandstränden und aktiven Vulkanen.

 

Weiter gehts mit den Abenteuern auf Big Island. Wir beginnen mit:

 

TIERISCHE ANGELEGENHEITEN

 

Nach der ganzen Anstrengung (ein Tag im Volkano National Park) hielten wir am Rückweg noch bei einem wunderschönen, schwarzen Sandstrand. Ich war überglücklich, als ich sah was uns dort erwartete, denn auf diesen Moment habe ich schon lange gewartet: meine erste Begegnung mit Meeresschildkröten! Glei drei große Schildkröten verweilten am Strand und ließen sich die Sonne auf den Panzer scheinen. Ganz wichtig: diese Meeresbewohner sind in Hawaii sehr streng geschützt! Anfassen und zu nahe herantreten ist strengsten verboten! Die Tiere haben meiner Meinung nach eine wunderschöne Bedeutung für die Einheimischen. Die Schildkröten gelten als Navigator für Verstorbene, sie sollen sie sicher durch den Ozean zu ihren letzten Ruhestätten geleiten. (Maori Bedeutung)

 

 

Weil wir gerade beim Thema Meereslebewesen sind, möchte ich gleich von unserem Manta Rochen Schnorchel Trip erzählen. Dieser Ausflug war ein Geschenk, ich wusste nicht, dass es so viele Mantas in Hawaii gibt. Wir fuhren hinaus in eine Bucht auf einem Boot mit circa 25 Menschen an Bord. In dieser Bucht leben dauerhaft 264 Mantas, alle gechipt und mit einem Namen getauft. Der größte dort lebende Manta ist ein Weibchen mit einer Flügelspannweite von 7m (12m sind möglich). Dieser Spot ist einzigartig auf der Welt und es gibt einen lustigen Grund warum die Mantas dort leben. Vor vielen Jahren wurde auf die Klippe der Bucht ein Hotel gebaut, dieses ist natürlich in der Nacht beleuchtet. Licht zieht Plankton an und Plankton zieht Mantas an. Und da es dort immer Licht gibt, gibt es dort eben auch viel Plankton und Mantas.

 

Wir starteten bei Sonnenuntergang im Hafen von Kailua Kona und kamen in der Bucht an, als die Sonne bereits untergangen war. Jakob, unser Guide, ließ eine Konstruktion aus Eisen und Styropor ins Wasser – stellt euch einfach ein schwimmendes Brett vor. An dieser Konstruktion hielten wir uns alle fest und legten uns flach auf die Wasseroberfläche. Das Licht auf der Unterseite des Brettes zog das Plankton an und nach einer Weile war es endlich soweit, der erste Manta zeigte sich… Majestätisch, als würden sie durch das Wasser fliegen. Aber seht selbst:

 

 

HOCH UND TIEF

 

Jetzt aber genug vom Wasser, ab geht’s in die Höhe. Natürlich haben wir uns auch eine Helikoptertour gebucht! Wir flogen über riesige Plantagen (Makadamia Nüsse), Wasserfälle, riesige Lavafelder (versteinert), Küsten UND einen aktiven Vulkan. Wir konnten in den kleinen Vulkankrater hineinsehen und der brodelnden Lava zusehen. Zu unserem Glück entdeckte der Pilot dann auch noch einen fließenden Lavafluss.

 

 

 

Am Weg zurück von Hilo nach Kailua Kona besuchten wir noch den wunderschönen Akaka Fall. Dort war alles so unglaublich groß. Die Bambussträucher ragten sicherlich 10 Meter in die Höhe. Dann auch noch dieser gigantische Wasserfall… An diesen Ort habe ich mich wirklich sehr klein gefühlt!

 

 

DER HÖLLENWEG INS PARADIES

 

Wenn man schon einmal am anderen Ende der Welt ist, möchte man ja alles sehen. Aber es soll ja auch ein entspannter Urlaub sein, also wollten wir einen schönen Strand besuchen. Zum Glück gibt’s ja einen Reiseführer und Google, so haben wir unser Tagesziel gefunden und brachen auf. Mit dem Auto über eine unbefestigte Straße quer durch Lavafelder… Plötzlich sagt das Navi: „biegen Sie bitte rechts ab“. Ähm OK? Wir mussten also zu Fuß weiter. Wir packten also unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg, der Anfangs ganz harmlos erschien. Endlich am Strand angekommen, sah dieser ab nicht so aus wie wir uns das vorgestellt hatten. Bis uns zwei drei Leute auffielen die immer noch weiter wanderten. Da wir ja nichts zu verlieren hatten, folgten wir denen unauffällig.

 

Wir latschten also mit dem besten Schuhwerk das man sich vorstellen kann, FLIP FLOPS, über einen 2KM langen Pfad durch Lavafelder mit spitzen Steinchen. Die Sonne heizte herunter und die Handtücher in der Hand wurden mit jedem Schritt schwerer.. 😛 Mein einziger Gedanke war eigentlich nur: „Hoffentlich reißen meine drei Jahre alten Patschn nicht!“  Wir haben es überlebt und sind im Paradies angekommen. Weißer Sandstrand, türkises Meer und das Beste daran: ganz wenige Leute! Traumhaft! Natürlich ist mir dann am Heimweg nach den ersten Schritten auf dem Lavasteinpfad mein Flip Flop gerissen :-/ Aber Gott sei Dank bin ich ein Mädchen und hatte ein lebensrettendes Haargummi dabei mit dem ich mir das Patscherl auf den Fuß schnallen konnte

 

 

 

 

DAS WAR WOHL NIX…

 

Wie bereits erwähnt, ist die Artenvielfalt in Hawaii sehr groß. Gott sei dank wurde rund um Hawaii schon 2006 ein Meeresschutzgebiet errichtet, dieses wurde 2016 vom damaligen Präsidenten und Hawaiianer Barack Obama um ein vierfaches erweitert. Meeresbewohner, Korallenriffe und Unterwasservulkane finden hier Schutz vor Fischerei. Das ist auch der Grund warum man noch immer in der Honaunau Bay Spinnerdelfine beim Schlafen beobachten kann. Wenn man früh genug dran ist und viiiel Glück hat, sind die Delfine noch dort. Leider waren wir zu spät dran und bekamen keine Delfine zu Gesicht.

 

Ein Besuch empfiehlt sich trotzdem. Die Bay beherbergt eine wunderschöne Unterwasserwelt mit zahlreichen bunten Fischen. Als wir nach unserer Schnorcheltour wieder an Land gingen überraschte uns noch eine grüne Meeresschildkröte die ein Sonnenbad genoss.

 

 

An diesem Abend machten wir uns auf den Weg hinauf ins Besucherzentrum am Mauna Kea. Der Pilot von unserem Helikopterflug hat uns diesen Tipp gegeben. Dort oben gibt es den schönsten Sternenhimmel auf der Welt. Eine Dame auf Tripadvisor schrieb: „nicht einmal im australischen Outback hätte sie so einen schönen Sternenhimmel gesehen“. Genug gelesen, ich musste da rauf! Wir starteten bei Sonnenuntergang und schon am Weg rauf auf 2.400 m offenbarte sich der Übeltäter. Vollmond. Der riesige Ball machte die Nacht zum Tag und am Tag sieht man leider keine Sterne… Zugegeben, der Herzschmerz war groß, ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut.

 

DRITTER STOPP –  MAUI

 

Der erste Tag in Maui lässt sich in einem einzigen, leider nicht so schönen, Wort beschreiben. VERKEHRSCHAOS. Geplant wäre ein gemütliches Mittagessen in Lahaina mit anschließenden Strandbesucht. Da wir um 18.00 Uhr in unser neues Airbnb einchecken mussten, gabs keinen Strandbesuch mehr, da wir geschlagene zwei Stunden im Stau standen….

 

Lahaina war einst die Hauptstadt von ganz Hawaii. Die ehemalige Walfängerstadt war bekannt für ihre Rotlichtviertel und den Stil des wilden Westens. Mehr als der wilde Westen Stil ist nicht mehr geblieben, dass kleine Städtchen ist nicht einmal mehr die Hauptstadt von Maui. Ein Besuch lohnt sich trotzdem!

 

 

ROAD TO HANA ODER ROAD TO HEAVEN

 

Der Hana Highway ist der schönste und kurvenreichste Highway in den ganzen USA. Autofahrer die schnell mit Übelkeit kämpfen bei kurvenreichen Straßen sollten diese Route auf keinen Fall fahren. Es geht wirklich 36 Meilen lang nur kurvig dahin. Gut, dass es so viel zu sehen gibt auf dieser Strecke, Stopps zum generieren gibt’s also genügen. Am Anfang wirkte der Highway sehr unscheinbar, doch umso weiter man fährt desto grüner und wilder wurde es. Teilweise gibt es Streckenabschnitte, da fühlt man sich wie im Regenwald. Die Straße ist umhüllt von riesigen Pflanzen, Wasserfällen und Bächen. Die kleinen Brücken sind immer nur einzeln befahrbar und die Straße ist teilweise wirklich sehr schmal.

 

 

 

 

Kurz vor Hana empfiehlt es sich noch einen Abstecher in den Wai‘ Anapanapa State Park zu machen. Dieses Farbenspiel von schwarzen Sandstrand und Klippen, grünen riesigen Pflanzen und dem türkisblauen Meer hat mir so unglaublich gut gefallen. Diese Bay hat es mir einfach angetan!

 

 

 

WHALE WATCHING

 

1.400 – 1.600 Buckelwale tummeln sich von Dezember bis April jedes Jahr rund um die hawaiianischen Inseln. Insgesamt sechs Wochen sind sie unterwegs bis sie von ihrem Startpunkt Alaska die wärmeren Gewässer rund um die pazifischen Inseln erreichen. Sie kommen hierher um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Besonders beliebt scheint das Meeresbecken zwischen den Inseln Maui, Lanai und Molokai zu sein. Schon nach wenigen Minuten nachdem wir das Hafenbecken in Lahaina verlassen haben sahen wir die ersten Wasserfontänen. Als wären wir Mitten in ein Gruppentreffen hineingefahren, rund herum tummelten sich Wale. In der ferne sahen wir sie springen im Sekundentakt. Drei kamen sogar ganz nahe um direkt am Boot vorbei zu schwimmen. Atemberaubend und ein wunderschönes Erlebnis, dass ich nie wieder vergessen werde! Als absolute Tierliebhaberin haben wir uns für eine Tour mit einem größeren Boot entschieden, diese Boote fahren nicht so nah an die Tiere ran und jagen ihnen auch nicht hinterher.

 

EIN BUNTER ABSCHIED

 

Am letzten Morgen in Maui, zeigte sich die Insel von ihrer schönsten Seite. Bevor wir den Tag noch einmal an den ewig langen Sandstränden verbrachten mussten wir einen spontanen Stopp einbauen. Warum? Seht selbst:

 

 

HAWAII ICH KOMME WIEDER <3

 

Die drei Wochen sind leider viiiiiel zu schnell vergangen und ich gebe offen und ehrlich zu: ich wollte nie wieder nach Hause. Am liebsten hätte ich meinen Aufenthalt für weitere drei Wochen verlängert. Es gibt doch noch so viel zu sehen. Die Inselgruppe ist definitiv einen Besuch wert. Tierliebhaber, Sportler aller Art und begeisterte „Strandlieger“ kommen hier auf ihre Kosten.